Speisemeisterei Michelin Stern

Sternenglanz in der Speisemeisterei

Seit Oktober 2009 ist die Speisemeisterei mit einem Stern ausgezeichnet.
 
100 JAHRE GUIDE DEUTSCHLAND: Die jüngste Ausgabe des renommierten Hotel und Gastronomieratgebers ist gleichzeitig ein Jubiläumsbuch: Vor 100 Jahren erschien der erste MICHELIN Führer Deutschlands. In der 2010er Ausgabe sind 1.515 Restaurants in allen Komfort- und Preiskategorien enthalten. Die Auswahl der anonym arbeitenden Tester führt 225 Restaurants in Deutschland. Davon sind 198 1-Sterne-Restaurants.
 
DIE INSPEKTOREN DES GUIDE MICHELIN. IHR LEBEN, IHRE ARBEIT: Der Michelin-Inspektor ist für den Gastronomen ein Kunde, wie jeder andere. Er ist ein Profi und arbeitet anonym. Seine Aufgabe besteht darin, die besten Restaurants auszuwählen. Das Spektrum reicht vom Gästehaus in England über das Luxushotel in Monte Carlo und den Landgasthof im Südwesten Frankreichs bis hin zum »In-Restaurant« an der Fifth Avenue in New York.
 
Der Michelin-Inspektor ist ständig auf Achse. Für die Länder-Führer legt jeder Inspektor Jahr für Jahr 40.000 KM zurück. Er speist etwa 250 mal anonym in einem Restaurant pro Jahr. Nach jeder Mahlzeit verfasst er einen Bericht. Die Protokolle dienen unter anderem als Grundlage für die Sternekonferenz. Dabei treffen sich die Chefredakteure der jeweiligen Ausgabe, die zuständigen Inspektoren und der Direktor aller Guides Michelin und beraten über die Vergabe der begehrten Auszeichnung.
 
WIE WIRD MAN INSPEKTOR DES GUIDE MICHELIN? Alle Inspektoren verfügen über eine fundierte Ausbildung an einer Hotelfachschule und häufig über fünf bis zehn Jahre Berufserfahrung. Das erste Einstellungsgespräch führt der Bewerber mit einem erfahrenen Inspektor des Guide Michelin - nicht etwa in einem Büro, sondern in einem Restaurant. Am Ende der Mahlzeit wird der Anwärter gebeten, einen Bericht über seine Beobachtungen während des Essens zu verfassen. Unter anderem muß er die Qualität des Services bewerten und erkennen, ob beispielsweise die Abstände zwischen den Tischen zu eng sind und die Teller an den Nachbartischen voll oder leer zurückgehen. Außerdem muss er eine persönliche Einschätzung der Mahlzeit, der Qualität der Grundprodukte und der Küchenleistung abgeben.
 
Dabei wird überprüft, wie gut er sich an Details erinnert. Wird er eingestellt, begleitet er einen erfahrenen Guide drei bis sechs Monate bei der Arbeit, um sich mit der Kultur des Guide Michelin vertraut zu machen und die Kriterien für die Vergabe kennenzulernen. Er erfährt unter anderem, welche Unterschiede es zwischen einem, zwei oder drei Sterne gibt. Am Ende der Einarbeitungszeit darf er erstmals allein auf Tour gehen.
 
Ein Inspektor des Guide Michelin muss ein passionierter Gastronomie-Liebhaber sein, der gerne isst und neue Gerichte probiert. Ihm darf allein sein nichts ausmachen und er muß zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet sein. Es kommt durchaus vor, dass selbst seine Familie nicht weiß, wo er sich auf Dienstreise befindet. Auch darf er seine Bewertung nie verraten.
 
Die zeitgleiche Veröffentlichung ist immer mit der Ausgabe des Guide Michelin gewahrt.
(Auszug aus OSCAR´S Magazin MICHELIN 2010)